ADHS und COVID-19 – Blog ADHS-Spektrum ADHS bei Erwachsenen

0
46

Unbehandeltes ADHS erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit Covid-19

Eine Studie aus Israel untersuchte, ob eine ADHS-Konstitution das Infektionsrisiko für COVID-19 erhöht.

Und tatsächlich : Bei unbehandelten Probanden (also ohne eine Stimulanzienmedikation) trat eine statistische Korrelation zwischen ADHS und einer um 52 % erhöhten Wahrscheinlichkeit einer COVID-19-Infektion auf.

Bei therapierten ADHSlern war die Infektionsgefahr genauso gering (oder hoch) wie bei STINOS (also Menschen ohne ADHS).

Für die Untersuchung wurden Versicherungsdaten von über 14000 Covid-Testteilnehmern in Israel ausgewertet, wobei etwa 1400 positive Testergebnisse ermittelt werden mussten.

Dabei zeigte sich, dass die positiven Fälle einerseits jünger waren und eben eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für ADHS aufwiesen. Zumindest betraf es ADHSler, die nicht in einer (medikamentösen) Therapie waren.

Hier spielt dann offenbar das Risikoverhalten bzw. die fehlende oder zumindest verminderte Wahrnehmung von Gefahr bei ADHSlern eine Rolle. Selbst wenn sie ja dann vielleicht aufgrund ihres Alters selber keine so erheblichen Gesundheitsfolgen haben müssen (aber ja durchaus haben können), stellen sie dann eine Gefahr für andere Mitmenschen dar. Leider.

ADHS bzw. damit assoziierte Störungen wie Störung des Sozialverhaltens haben sich in zahlreichen Infektionskrankheiten als ein Risikofaktor für ein erhöhtes Auftreten bzw. auch ein schlechteren Krankheitsverlauf erwiesen.

Source link

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here